Thema 1: Anpassungsreaktionen |
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Intestinale Metaplasie von Magenschleimhaut
Eine 63-jährige Frau beklagt chronische, sich nach beschwerdefreien
Intervallen über mehrere Wochen ersteckende Oberbauchbeschwerden
und Appetitlosigkeit. Die Gastroskopie zeigt eine gerötete, dünne,
leicht verletzliche und dann blutende Schleimhaut mit vereinzelten
Erosionen insbesondere im kleinkurvaturseitigen Antrum und am
Corpus-Antrum-Übergangm multiple Biotate werden von verschiedenen
Lokalisationen gewonnen.
 
Die Histologie zeigt in einem der kleinkurvaturseitigen
Schleimhautpartikel ausgezogene Leistenspitzen, etwas verlängerte
und geschlängelte Grübchen, eine partielle Atrophie des Drüsenkörpers
und ein mäßig dichtes, überwiegend aus Lymphozyten und Plasmazellen
zusammengesetztes entzündliches Infiltrat der Lamina propria.
Mehrere Foveolen zeigen darüberhinaus einen Ersatz des ortständigen
durch enteralen Zylinderepithel unter Einschluß zahlreicher Becherzellen.
Die benachbarten Enterozyten werden insbesondere in der PAS-Färbung
anhand ihres apikalen Bürstensaums gut erkennbar. Es handelt sich
um eine (inkomplette) intestinale Metaplasie. Bei der kompletten
Form werden zusätzlich basisnah Paneth-Zellen gefunden; die Grübchen
haben sich dann in Krypten umgewandelt.
Die intestinale Metaplasie ist eine häufiger Befund.
Sie ist jedoch nicht Ausdruck eines Alterungsprozesses, sondern
in erster Linie Folge der chronischen Magenschleimhautentzündung
mit nachfolgenden Umbauvorgängen. Man findet sie besonders häufig
in Mägen mit Ulcus ventriculi und in enger Assoziation mit dem
Magenkarzinom. Oft ist im oberflächlichen Schleimfilm der benachbarten
gastralen Schleimhaut Helicobacter pylori nachweisbar. Im vorliegenden
Fall ergab sich färberisch jedoch kein Hinweis auf eine H.p.-Besiedelung.
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