Leber mit Malariapigment (Fe)

Sektionsfall einer Patientin, die über mehrere Wochen wegen Abgeschlagenheit, Fieber und Unwohlsein symptomatisch vom Hausarzt behandelt wurde. Sie wurde kurz vor dem Tode in bewußtlosen Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert, wo eine Malaria diagnostiziert wurde. Anamnestisch wurde dann ein wenige Monate zurückliegender Urlaub in Ostafrika bekannt. Der Tod trat in der zentralen Dysregulation bei Hirnödem ein. Die Weichgewebe und parenchymatösen Organe sind ödematös, livide und blutgestaut (siehe auch AP-4-6).

Leber mit Malariapigment (Fe)

Das Schnittpräparat zeigt hilusnahe Anteile einer etwas autolytischen, jedoch strukturintakten Leber in der Berliner-blau-Färbung zum Nachweis von Eisenpigment. Man findet eine starke Beladung der Hepatozyten mit feinscholligem Eisenpigment sowie Eisenpigment innerhalb der Kupferschen Zellen. Das Malaria-Pigment ist jedoch nicht durch diese histochemische Reaktion dargestellt, da es kein Eisen enthält, sondern einen Komplex aus Porphyrin-Abbauprodukten und Proteinen des Parasiten darstellt. Das Pigment ist innerhalb der befallenen Erythrozyten nachweisbar, insbesondere aber innerhalb der Phagozyten entlang der Sinusoide konzentriert.

Kommentare sind geschlossen.